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ARTHUR FELDMANN (1926-2012)
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LEBEN UND WERK

 

Ein Leben mit vier Namen

 

 

1 – Arthur Feldmann

 

 

2 – Arthur Israel Scherz

 

 

3 – Aaron Shadmoni

 

 

4 – André Chademony

 

Ein Schriftsteller mit
abgeschnittener deutscher Zunge

 

 

5 – Schreiben anfangen

 

 

6 – die Publikationen

 

 

7 – die Lesungen

 

 

8 – der letzte Geburtstagswunsch

 

 

9 – die deutsche Zunge

 

 

10 – Aphorismus als seine Form

 

 

11 – Beispiele aus seinem Werk

 

 

12 – Wer das Ziel erreicht, ist vom Weg abgekommen

ArthurIsrael

Arthur Feldmann

Als er am 14. Juli 1926 in Wien geboren wurde, hieß er ARTHUR FELDMANN. Er war der Sohn einer frommen ostjüdischen Familie, die am Beginn des 1. Weltkrieges nach Wien gekommen war. Der Vater war Kantor einer Gemeinde in der Leopoldstadt, und von ihm hat der Sohn zum einen die lebenslange Freude am Gesang geerbt. Zum anderen hatte der Vater eine Gewohnheit, die für den Sohn später zu einer entscheidenden Anregung seines literarischen Schaffens werden sollte: Kantor Feldmann schrieb gern kurze Sinnsprüche auf ein Blatt Papier, das er an die Innenseite der Klotür heftete, so dass jeder in der vielköpfigen und geselligen Familie an diesem Ort zum Nachdenken eingeladen wurde.

Zur Schule ging der junge Arthur in der Brigittenau, er besuchte das Chajes- Realgymnasium in der Staudingergasse. Rückblickend berichtete er, dass er schon seit den 30er Jahren auf der Straße Spott und antisemitische Beschimpfungen erlebte, die ihm selbst und den Nachbarn in seiner Umgebung galten. Den hämischen Vers: „Wenn man trieb’ die Juden übers Meer, dann wären in der Leopoldstadt die Caféhäuser leer“, konnte er noch im Alter im passenden Wiener Tonfall vortragen.